CUPPED ist als Startup unter anderem aus der Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt und setzt bei seinen BHs auf Komfort und eine individuelle Passform statt auf standardisierte Konfektionsgrößen. Nach der Bestellung eines BH-Modells erhalten Kundinnen einen persönlichen Link zur digitalen Vermessung, über den die erforderlichen Körpermaße erfasst werden. Auf dieser Grundlage wird der BH anschließend individuell gefertigt. Das Konzept richtet sich grundsätzlich an verschiedene Körper- und Brustformen und ist nach Angaben des Startups für Brustumfänge bis 95 Zentimeter, Körbchengrößen bis H sowie Asymmetrien von bis zu einer Körbchengröße ausgelegt. Wer bereits bestellt hat, kann zudem auf gespeicherte Maße zurückgreifen. Die Produktion dauert nach Eingang der Daten etwa sieben bis zehn Werktage.
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Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen leicht gefütterten Bügel-BH für den Alltag. Die 3D-Sculpting-Cups aus speziellem Schaum sollen das Dekolleté formen und zugleich für Halt sorgen. Die Bügel werden an die individuellen Körpermaße angepasst und sollen dadurch beim Tragen möglichst wenig spürbar sein. Eine weitgehend nahtlose Verarbeitung ermöglicht einen unauffälligen Sitz unter Kleidung. Für den Hautkontakt kommen atmungsaktives Mesh und eine weiche Materialmischung aus 80 Prozent Polyamid und 20 Prozent Elasthan zum Einsatz. Auf eingenähte Etiketten wird verzichtet. Die individuelle Anpassung soll insbesondere dann Vorteile bieten, wenn herkömmliche BH-Größen nicht optimal sitzen oder sich die Brust leicht asymmetrisch entwickelt hat. Das Besondere am Konzept ist damit die Verbindung von Online-Bestellung, digitaler Maßaufnahme und individueller Fertigung. Statt aus einer festen Kombination von Unterbrustweite und Körbchengröße auszuwählen, werden die persönlichen Maße nach dem Kauf erfasst und für die Herstellung genutzt.
CUPPED in der Höhle der Löwen
In der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen 2026“ in Staffel 20 wird CUPPED von Anna Lu vorgestellt. CUPPED konnte bereits in den ersten Monaten rund 90.000 Euro Umsatz sowie etwa 50.000 Euro Gewinn erzielen. Die geringe Retourenquote von sieben Prozent deutet darauf hin, dass das Konzept der individuell angepassten BHs im frühen Kundenstamm auf Akzeptanz stößt. Mit dem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ steht nun der nächste Entwicklungsschritt an, bei dem insbesondere Wachstum und der weitere Aufbau der Marke im Mittelpunkt stehen können. Ein Investment könnte dabei helfen, die Produktion zu skalieren, die Bekanntheit von CUPPED zu steigern und den digitalen Prozess von Vermessung und individueller Fertigung weiterzuentwickeln. Besonders gut könnte Dagmar Wöhrl passen, da sie neben Kapital auch Erfahrung beim Aufbau von Marken und im stationären wie digitalen Handel speziell im Textilbereich einbringen könnte. Judith Williams wäre ebenfalls eine naheliegende strategische Partnerin, weil ihre Kompetenz im Markenaufbau, E-Commerce und Vertrieb für die Positionierung einer auf Frauen ausgerichteten Produktmarke relevant wäre. Johannes Kliesch könnte vor allem bei Skalierung, Onlinehandel und effizientem Markenaufbau unterstützen und damit den nächsten Wachstumsschritt begleiten. Durch die Kombination aus Finanzierung, Vertriebskompetenz und strategischer Unterstützung könnte CUPPED seine bisherige Entwicklung beschleunigen und die individuelle BH-Anfertigung einem größeren Kundenkreis zugänglich machen. Der Pitch wird in der Sendung vom 14.9.2026 ausgestrahlt.
Lese-Tipp: Übersicht über die Höhle der Löwen Produkte zum Anschauen.
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Kapitalgesuch bei „Die Höhle der Löwen“
| CUPPED sucht Wachstumskapital in Höhe von 200.000 Euro | |
| Verwendungszweck: | Marketing und Vertrieb |
| Gründer: | Anna Lu |
| Beteiligungsquote: | 10% |
| Unternehmensbewertung: | 1.800.000 € |
Deal für CUPPED?
Im Pitch von CUPPED steht die Frage im Mittelpunkt, warum ein BH von der Stange bei vielen Frauen nicht optimal sitzt und wie sich dieses Problem durch eine individuelle Anpassung lösen lässt. Mit seinem Konzept richtet sich CUPPED vor allem an Frauen, bei denen BHs von der Stange regelmäßig drücken, verrutschen oder an einzelnen Stellen nicht richtig sitzen. Die Pflege erfolgt per Handwäsche; auf längeres Einweichen, Wäschetrockner, Weichspüler und Bügeln sollte verzichtet werden. Die individuelle Fertigung nimmt zwar etwas mehr Zeit als der Kauf eines sofort verfügbaren Standardmodells in Anspruch, ermöglicht dafür eine auf den jeweiligen Körper abgestimmte Ausführung.
Die Löwen schauen sich den BH aus der Nähe an und prüfen, wie sich das Konzept in der praktischen Anwendung unterscheidet. Zu den wesentlichen Eigenschaften des Produkts gehören leicht gefütterte Cups, individuell angepasste Bügel sowie eine Konstruktion, die möglichst flach und unauffällig unter der Kleidung liegen soll. Eine besondere Rolle spielen die sogenannten 3D-Sculpting-Cups, die das Dekolleté formen und zugleich für Halt sorgen sollen. Das Modell ist damit auf einen Online-Prozess ausgelegt, bei dem keine klassische Anprobe im Geschäft erforderlich ist und trotzdem individuelle Körpermaße in die Herstellung einfließen. CUPPED richtet sich grundsätzlich an unterschiedliche Körper- und Brustformen und berücksichtigt nach Angaben des Startups auch leichte Asymmetrien. Im Mittelpunkt des Tests steht somit die Verbindung aus digitaler Vermessung, maßangepasster Fertigung und einem BH, dessen Schnitt und Cups nicht ausschließlich aus einem standardisierten Größensystem abgeleitet werden. Das Konzept und vor allem die Gründerin kommen ausgezeichnet bei den Löwen an.
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Wie individuelle Produkte den Onlinehandel verändern
Die E-Commerce-Maßfertigung verbindet die Vorteile des digitalen Handels mit einem Prinzip, das lange vor allem aus dem stationären Fachhandel bekannt ist: Produkte werden nicht ausschließlich nach standardisierten Größen und Varianten verkauft, sondern auf die individuellen Anforderungen eines einzelnen Kunden zugeschnitten. Während im klassischen Onlinehandel meist ein vorhandenes Sortiment ausgewählt, bestellt und aus einem Lager verschickt wird, beginnt bei der Maßfertigung die eigentliche Produktion häufig erst nach dem Kauf. Digitale Vermessung, Konfiguratoren, Algorithmen und automatisierte Produktionsprozesse machen es möglich, individuelle Produkte auch über einen Onlineshop anzubieten. Das betrifft inzwischen nicht nur Kleidung und Schuhe, sondern unter anderem Möbel, Matratzen, Fahrräder, Brillen, Schmuck und verschiedene Produkte aus dem Gesundheits- und Lifestylebereich. Für den E-Commerce entsteht daraus ein grundlegender Wechsel im Geschäftsmodell. Nicht mehr allein die Lagerhaltung und schnelle Verfügbarkeit bestimmen den Ablauf, sondern die Verarbeitung individueller Kundendaten und deren zuverlässige Übertragung in einen Produktionsprozess. Der Onlinehandel wird dadurch gewissermaßen zur digitalen Schnittstelle zwischen Konsument und Fertigung. Eine Bestellung enthält dann nicht nur die Information, welches Produkt gewünscht ist, sondern kann zusätzlich Körpermaße, Materialpräferenzen, ergonomische Anforderungen, Farbauswahl oder andere individuelle Parameter umfassen. Je nach Produkt werden diese Angaben anschließend automatisiert ausgewertet und in konkrete Fertigungsdaten übersetzt.
Der Unterschied zwischen Standardprodukt und Maßanfertigung
Ein herkömmlicher Onlineshop arbeitet überwiegend mit vorproduzierten Artikeln. Ein T-Shirt wird beispielsweise in festgelegten Größen und Farben hergestellt, anschließend eingelagert und bei einer Bestellung aus dem vorhandenen Bestand entnommen. Die Maßanfertigung funktioniert anders. Hier wird ein Produkt auf Basis individueller Daten produziert oder zumindest final angepasst. Der entscheidende Unterschied liegt deshalb weniger im digitalen Vertriebskanal als in der Verbindung zwischen Bestellung und Fertigung. Besonders deutlich wird dieser Unterschied bei Produkten, deren Passform entscheidend für die Nutzung ist. Bei Kleidung reichen standardisierte Größen nicht immer aus, um unterschiedliche Körperproportionen abzubilden. Ähnliche Herausforderungen bestehen bei Matratzen, Sitzmöbeln oder individuell angepassten Sportartikeln. Ein Kunde kauft in solchen Fällen nicht einfach eine Variante aus einem festen Raster, sondern liefert Informationen, die Bestandteil des eigentlichen Produkts werden. E-Commerce-Maßfertigung kann dadurch eine Lücke zwischen Massenproduktion und klassischem Handwerk schließen.
Digitale Vermessung als Grundlage der individuellen Fertigung
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für maßgefertigte Produkte im Onlinehandel (sog. Mass Customization) ist die zuverlässige Erfassung der benötigten Daten. Je nach Geschäftsmodell erfolgt die Vermessung manuell, über eine App, einen webbasierten Fragebogen oder mithilfe von Kamera- und Sensortechnik. Bei einfachen Produkten können wenige Angaben genügen. Bei komplexeren Anwendungen werden dagegen zahlreiche Messpunkte und zusätzliche Informationen benötigt. Die digitale Vermessung muss dabei möglichst einfach verständlich sein. Eine komplizierte Dateneingabe kann die Conversion Rate senken, weil zusätzliche Arbeitsschritte den Kaufprozess verlängern. Gleichzeitig muss die Datenerfassung ausreichend präzise sein, damit aus den Angaben tatsächlich ein passendes Produkt entstehen kann. Genau hier liegt eine der zentralen Herausforderungen der E-Commerce-Maßfertigung: Der digitale Bestellprozess muss die Genauigkeit einer individuellen Beratung möglichst weit abbilden, ohne den Einkauf unnötig kompliziert zu machen.
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Algorithmen übersetzen Körperdaten in Produktmerkmale
Bei technisch anspruchsvolleren Maßanfertigungen kommt Software eine zentrale Rolle zu. Die eingegebenen Maße werden nicht einfach an eine Produktionsstätte weitergereicht, sondern können durch Regeln, Berechnungen oder Algorithmen verarbeitet werden. Aus einzelnen Messwerten entstehen konkrete Vorgaben für Schnitt, Dimensionierung, Materialverbrauch oder Konstruktion. Je nach Produkt kann dabei ein digitales Modell entstehen, das anschließend als Grundlage für die Fertigung dient. Ein solcher Ansatz ermöglicht eine deutlich größere Variantenvielfalt, ohne dass für jede einzelne Kombination ein eigenes Standardprodukt entwickelt werden muss. Die Software bildet gewissermaßen die Brücke zwischen individualisiertem Kundenwunsch und industriell oder teilautomatisiert organisierter Produktion. Je ausgereifter die Systeme sind, desto mehr Varianten lassen sich abbilden, ohne dass der Aufwand zwangsläufig im gleichen Verhältnis steigt.
Produktion auf Bestellung statt Lagerware
Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil der E-Commerce-Maßfertigung liegt in der Möglichkeit, Produkte erst nach Auftragseingang herzustellen. Dadurch kann sich der Bedarf an fertiger Lagerware reduzieren. Das ist insbesondere bei Produkten interessant, die viele Größen-, Farb- oder Ausstattungsvarianten haben. Statt jede Kombination vorproduzieren zu müssen, kann ein Unternehmen bestimmte Rohmaterialien und Komponenten bevorraten und die finale Ausführung erst nach dem Kauf festlegen. Dieses Prinzip verändert allerdings auch die Erwartungen an die Lieferzeit. Ein individuell produziertes Produkt kann nicht zwangsläufig so schnell verschickt werden wie ein Artikel, der bereits im Versandzentrum liegt. Zwischen Bestellung und Zustellung entsteht ein zusätzlicher Produktionsschritt. Für Anbieter bedeutet das, den Zeitbedarf transparent zu kommunizieren und gleichzeitig die Fertigung so zu organisieren, dass individuelle Aufträge möglichst effizient abgearbeitet werden.
Personalisierung als Bestandteil des Geschäftsmodells
Maßfertigung und Personalisierung werden im E-Commerce häufig gemeinsam gedacht, sind aber nicht identisch. Personalisierung kann bereits bei einer individuellen Farb- oder Materialauswahl beginnen, während echte Maßanfertigung eine Anpassung an die physischen oder funktionalen Eigenschaften des Kunden voraussetzt. Ein Produkt kann deshalb personalisiert sein, ohne tatsächlich maßgefertigt zu werden. Für Unternehmen eröffnet die Kombination beider Ansätze zusätzliche Möglichkeiten. Ein Kunde kann beispielsweise zunächst ein Grundmodell auswählen und anschließend Größe, Material, Farbe und weitere Eigenschaften bestimmen. Die individuelle Maßaufnahme kommt als zusätzlicher Bestandteil hinzu. Aus einem standardisierten Sortiment entsteht auf diese Weise ein Produkt, das stärker auf die einzelne Person zugeschnitten ist, während die zugrunde liegende Produktarchitektur weiterhin skalierbar bleibt.
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Retouren und Passform im Onlinehandel
Die Passform zählt zu den besonderen Herausforderungen des Fashion-E-Commerce. Kunden können ein Kleidungsstück online nicht vor dem Kauf anprobieren. Entsprechend entsteht ein Teil der Retouren dadurch, dass Größe, Schnitt oder Sitz nicht den Erwartungen entsprechen. Maßgefertigte Produkte verfolgen einen anderen Ansatz: Die Bestellung basiert auf individuellen Daten, sodass die Wahrscheinlichkeit einer passenden Ausführung erhöht werden soll. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Retouren vollständig verschwinden. Auch bei einer Maßanfertigung können Fehler bei der Dateneingabe, falsche Erwartungen, Produktionsfehler oder subjektive Unterschiede bei der Passform eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass individualisierte Waren je nach Ausgestaltung des Geschäftsmodells nicht ohne Weiteres wie gewöhnliche Lagerartikel zurückgegeben werden können. Für Anbieter sind deshalb klare Prozesse für Korrekturen, Nachbesserungen und Reklamationen ein wichtiger Bestandteil des Kundenerlebnisses.
Die Rolle von Daten und Prozessqualität
Je stärker ein Produkt individualisiert wird, desto wichtiger wird die Qualität der zugrunde liegenden Daten. Schon eine kleine Abweichung bei der Vermessung kann bei bestimmten Produkten einen spürbaren Unterschied verursachen. Unternehmen müssen deshalb nicht nur eine komfortable digitale Vermessung entwickeln, sondern auch Plausibilitätsprüfungen und Fehlerkorrekturen in den Prozess integrieren. Ein professioneller Ablauf kann beispielsweise ungewöhnliche Messwerte erkennen und eine erneute Eingabe verlangen. Ebenso können frühere Bestellungen gespeichert werden, sodass bei einer weiteren Bestellung nicht sämtliche Daten erneut erfasst werden müssen. Solche Funktionen reduzieren den Aufwand für Kunden und können gleichzeitig die operative Abwicklung vereinfachen. Besonders interessant wird dieser Ansatz, wenn sich individuelle Produkte regelmäßig nachbestellen lassen und ein einmal erstelltes Kundenprofil wiederverwendet werden kann.
Individualisierung und Skalierbarkeit
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, Maßanfertigung wirtschaftlich zu skalieren. Klassisches Handwerk lebt häufig von individueller Arbeit, während E-Commerce auf standardisierte, wiederholbare Prozesse angewiesen ist. Die digitale Maßfertigung versucht, beide Prinzipien miteinander zu verbinden. Die individuelle Anpassung wird möglichst weitgehend digitalisiert und standardisiert, während die Produktion flexibel genug bleibt, unterschiedliche Ausführungen herzustellen. Entscheidend ist dabei die Modularität des Produkts. Je stärker ein Produkt aus standardisierten Grundkomponenten besteht, die sich anhand individueller Parameter kombinieren lassen, desto leichter kann ein Unternehmen größere Stückzahlen bewältigen. Ein vollständig frei konstruiertes Einzelstück stellt logistisch eine andere Herausforderung dar als ein Produkt, bei dem lediglich bestimmte Dimensionen innerhalb eines definierten Systems angepasst werden.
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Technologie als Schnittstelle zwischen Shop und Produktion
Ein Shop für maßgefertigte Produkte benötigt daher mehr als eine klassische Warenkorbfunktion. Zwischen Frontend und Produktion müssen Kundendaten, Produktkonfiguration, Zahlungsinformationen und Fertigungsparameter zuverlässig miteinander verbunden sein. Idealerweise läuft dieser Prozess weitgehend automatisiert: Die Bestellung wird geprüft, die individuellen Angaben werden verarbeitet, daraus entstehen Produktionsdaten und der Auftrag wird an die zuständige Fertigung übergeben. Je nach Geschäftsmodell kann die Produktion dabei intern erfolgen oder über externe Fertigungspartner abgewickelt werden. In beiden Fällen ist eine stabile technische Infrastruktur wichtig. Fehler bei der Datenübertragung können unmittelbar zu einem falsch produzierten Einzelstück führen. Anders als bei Lagerware lässt sich ein solcher Fehler nicht einfach durch den Versand eines anderen vorhandenen Artikels beheben. Qualitätskontrolle und Rückverfolgbarkeit bekommen deshalb eine besondere Bedeutung.
Nachhaltigkeit durch bedarfsgerechte Produktion
E-Commerce-Maßfertigung wird häufig auch unter Nachhaltigkeitsaspekten betrachtet. Eine Produktion nach konkretem Auftrag kann Überbestände reduzieren, weil weniger fertige Varianten auf Vorrat hergestellt werden müssen. Gerade in Branchen mit vielen Saisonartikeln und wechselnden Trends kann eine solche Strategie interessant sein. Weniger unverkaufte Ware bedeutet jedoch nicht automatisch eine bessere Umweltbilanz. Entscheidend sind unter anderem Materialauswahl, Produktionsstandort, Energieverbrauch, Versandwege, Verpackung und die Lebensdauer des Produkts. Auch individuell gefertigte Waren können über weite Strecken transportiert oder aufwendig produziert werden. Nachhaltigkeit entsteht daher nicht allein durch das Prinzip „Made to Order“, sondern durch die gesamte Gestaltung der Wertschöpfungskette.
Chancen für Marken im digitalen Handel
Für Marken bietet die E-Commerce-Maßfertigung die Möglichkeit, sich stärker über Produktqualität und Individualisierung zu positionieren. Anstelle eines möglichst breiten Sortiments kann ein Unternehmen eine kleinere Zahl von Grundmodellen anbieten, die sich individuell anpassen lassen. Das reduziert unter Umständen die Komplexität des Sortiments und schafft gleichzeitig ein Einkaufserlebnis, das stärker auf die einzelne Person zugeschnitten ist. Besonders interessant ist das Modell bei Produkten, bei denen eine gute Passform oder ergonomische Anpassung einen konkreten Mehrwert bietet. Kleidung, Schuhe, Matratzen oder Möbel eignen sich deshalb grundsätzlich für unterschiedliche Formen digitaler Maßanfertigung. Entscheidend bleibt, dass die Individualisierung nicht nur als Marketingversprechen eingesetzt wird, sondern technisch und produktionstechnisch belastbar umgesetzt werden kann.
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Die Grenzen der digitalen Maßfertigung
Trotz der technischen Fortschritte bleibt die digitale Maßanfertigung anspruchsvoll. Nicht jede Körperform lässt sich mit wenigen Messwerten zuverlässig beschreiben, und nicht jedes Produkt kann wirtschaftlich in beliebig vielen Varianten hergestellt werden. Hinzu kommen individuelle Wahrnehmungen: Was für eine Person bequem sitzt, kann von einer anderen Person anders beurteilt werden. Bei körpernahen Produkten spielt deshalb neben der objektiven Vermessung auch die subjektive Passformwahrnehmung eine Rolle. Für Anbieter bedeutet das, die Grenzen des eigenen Systems klar zu definieren. Bestimmte Körpermaße, Produktvarianten oder Anpassungen können außerhalb des vorgesehenen Fertigungsbereichs liegen. Eine technisch saubere Eingrenzung ist dabei sinnvoller als der Versuch, jede denkbare Kombination anzubieten. Je klarer feststeht, welche individuellen Parameter zuverlässig verarbeitet werden können, desto stabiler lässt sich ein skalierbares E-Commerce-Maßfertigungsmodell aufbauen.
Die Entwicklung der E-Commerce-Maßfertigung zeigt, wie sich digitale Bestellprozesse zunehmend mit individuell produzierten Waren verbinden lassen. CUPPED lässt sich genau in diesem Bereich einordnen, weil das Unternehmen die Auswahl eines BHs mit digitaler Vermessung und einer Fertigung nach persönlichen Körpermaßen kombiniert. Statt ein möglichst großes Größensystem abzubilden, steht die individuelle Anpassung des Produkts im Mittelpunkt. Damit greift CUPPED ein Problem auf, das gerade im Onlinehandel bei körpernaher Kleidung eine besondere Rolle spielt: Die Passform lässt sich vor dem Kauf nur eingeschränkt beurteilen, während unterschiedliche Körperformen mit standardisierten Größen nicht immer ausreichend erfasst werden.
Auch im Umfeld der Höhle der Löwen Produkte nimmt CUPPED damit eine eher spezialisierte Position ein. Das Konzept verbindet Fashion, digitale Technologie und On-Demand-Produktion und erweitert dadurch die Bandbreite der Geschäftsmodelle, die aus einem Onlinekauf eine individuell angepasste Produktfertigung machen. Interessant ist dabei vor allem die Übertragung eines ursprünglich stark vom Fachhandel geprägten Prinzips auf den digitalen Vertrieb: Persönliche Maße werden nicht im Geschäft aufgenommen, sondern in den Bestellprozess integriert und anschließend für die Herstellung genutzt. Nachdem Maßanfertigung im E-Commerce zunehmend neue Anwendungsfelder erschließt, findet dieses Thema in der aktuellen Folge durch den Auftritt von CUPPED nun auch Platz in der Höhle der Löwen.
Die Kandidaten bei „Die Höhle der Löwen 2026“ in der Sendung vom 14. September 2026 (Staffel 20 Folge 2) sind die biegsame Haarklammer ivyclip, der Mood-Drink Mellow Rush im Duell gegen den Thermobecher mit Spezialverschluss IRISgo, das Wunderdressing mit Unterstützung von Johann Lafer, das Bettwäsche-Trocknungssystem plümoBaum und die maßgescnheiderten CUPPED BHs, die in der zweiten Folge der zwanzigsten Staffel zusammen 1.500.000 € Kapital von den Löwen einwerben wollen. Als Löwe erstmals neu dabei ist Johannes Kliesch. Der Rückblick auf die Höhle der Löwen Produkte der vergangenen Jahre bringt dieses Mal ein Wiedersehen mit Smartwaxx und ArtNight.
Von Sport-Funktionsmode über Dessous bis hin zu eleganter Mode, gibt es immer wieder junge Startups, die sich daran versuchen, ein eigenes Label aufzubauen. Oft gelingt es ihnen, ganz spezielle Nischen zu besetzen oder auch Altbekanntem einen neuen modischen Kniff zu verleihen. In der folgenden Übersicht finden sich Startups aus dem Bereich Mode, Schuhe & Accessoires, die sich ins Fernsehen getraut haben.
![]() Die Höhle der Löwen: Vom Pitch zum Deal neu!Buch zur Sendung von Ruth Cremer Startup-Beraterin bei „Die Höhle der Löwen“ |
![]() Die Startup-Gang: Unser größtes Abenteuer für Kinder!von Carsten Maschmeyer Investor bei „Die Höhle der Löwen“ |
![]() Das Buch zur Sendung:„Erfolgreich Unternehmen gründen“ Die Höhle der Löwen, Autor: Felix Thönnessen |
![]() Die Höhle der Löwen –Das Brettspiel zur Sendung Noris Spiele, ab 12 Jahren |
Kontakt zu CUPPED
| Anschrift: | Cupped Lifewear GmbH Gärtnerweg 62 60322 Frankfurt am Main |
| E-Mail: | info [at] cupped.de |
| Website: | cupped.de/ |
| Facebook: |
Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Bildquellen & Copyright: Alle Fotos aus der Sendung „Die Höhle der Löwen“ © VOX/Boris Breuer & Bernd-Michael Maurer / Alle anderen Bilder, soweit nicht anders gekennzeichnet, © des jeweiligen Startups (siehe Kontaktdaten).
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Das Buch zur Sendung: