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Mipsterz – Muslimische Hipster erobern Amerika

Die Hipsterbewegung hat eine neue Subkultur. Dass hip sein und einer religiösen Glaubensrichtung angehören, einander nicht ausschließen, beweist derzeit die amerikanische Mipsterz-Szene. Mipsterz, ein Kunstwort für Muslim Hipsters, sind Hipster muslimischen Glaubens, die ihre Religion auf eine neue, moderne Art ausdrücken und sich über Mode definieren.

Die Frauen in dem Video „Somewhere in America„, welches mit dem gleichnamigen Lied von Jay-Z unterlegt ist, sind allesamt jung und schön. Zu ihren modischen Outfits, mit denen sie an Straßenlaternen hochklettern, skateboarden oder auf Feuerleitern posieren, gehören eng anliegende Röhrenjeans, weite Oberteile und RayBan-Sonnenbrillen gleichermaßen wie Kopftücher. Die Outfits sind Ausdruck eines individuellen, modernen, modischen Selbstverständnisses in Verbindung mit Tradition.

Entstanden ist der Mipster-Kult aus einem Spaß heraus und gerade das entspricht auch dem Selbstverständnis, dass viele Hipster von sich haben. Abbas Rattani und Habib Yazdi stecken hinter dem Video. Die beiden Muslime sehen in der Subkultur eine Möglichkeit, dem Islam individuell zu begegnen und seinen Glauben zu zeigen. Allerdings gibt es auch Kritik an dem Video und dem wenig traditionellen Rollenbild der Frau darin. Ebenso wie es Kritik an den Kritikern gibt. Einig sind sich jedoch alle, dass die Mipster in ihrem Selbstverständnis wohl eine Brücke zwischen Islam und der modernen westlichen, us-amerikanischen Welt schlagen, zwischen und mit zwei Kulturen leben.

Auch in Deutschland ist die Mipster-Mode bereits angekommen. Die sogenannten Hijabistas sind in ihrem Selbstverständnis Muslimas, die als Fashionistas ihre Mode rund um das Kopftuch ausrichten und dabei ihre eigene Interpretation islamkonformer Mode tragen.

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