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Der Begriff Hipster ist über 70 Jahre alt

Bärte, Flanellhemden, Strickmützen, Schlauchschals, Röhrenjeans und Hornbrillen –  Hipster fallen auf. Hipster unterscheiden sich durch Kleidung und Frisur von der breiten Masse und Hipster sind untrennbar mit der Berlin Mitte Startup Kultur verbunden. Club Mate schlürfend und auf ihr Tablett oder Macbook schauend trifft man sie im Stadtbild, in Loftbüros und auf Konferenzen an. Doch Hipster waren nicht immer die Web2.0-Version des Steve-Urkle-Nerds mit Jutebeutel und iPad-Filzhülle.

Den Begriff des Hipsters gibt es bereits seit den 1940er Jahren. Schon damals bezeichnete er eine Subkultur, die einfach hipper als der Rest der Gesellschaft war. Ihre Anfänge nahm die Bewegung in der Bohemien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zu der Richtung gehörten zwei avangardistische Gruppen:

Die vorwiegend schwarzen Bebop-Musiker, die heute als Wegbereiter des Jazz gezählt werden und die vorwiegend weißen Dichter der Beat Generation. Nie zuvor waren sich Schwarze und Weiße in zeigen der Rassentrennung ungeachtet ihrer sozialen und ethnischen Abstammung auf einer Ebene begegnet. Die Bezeichnungen Beatnik und Hipster sind dabei nahezu deckungsgleich, wobei der Begriff Beatnik auf den russischen Satelliten Sputnik zurück geht. Die Bezeichnung Hipster ging auf den Boogie-Pianisten und Sänger Harry „The Hipster“ Gibson zurück und fand als Bezeichnung für die Szene erst den Begriff durch  Norman Mailers 1956 veröffentlichtes Buch The White Negro: Superficial Reflections on the Hipster Verbreitung.

Erkennungsmerkmale des 1950er Hipsters

  • Er trug schwarze Kleidung und oft Ziegenbärtchen, Baskenmütze und sogar drinnen eine Sonnenbrille
  • Er konsumierte illegale Drogen wie Marihuana und Heroin
  • Er stimmte auf gelassene und „unaufgeregte“ Art der Kunst, Literatur, Schauspielkunst und Musik der amerikanischen Avantgarde zu.
  • Sogar einen eigenen Slang hatten die Manhatten-Hipster der 50er Jahre. Aus der Mat, der Fußmatte wurde so eine Bezeichnung zunächst für das Bett und dann für das komplette Appartment. Einige Hipster-Begriffe finden sich noch heute vereinzelt im englischen Sprachgebrauch. So geht die Bezeichnung „cool“ auf die Bewegung zurück. Möchtegern-Hipster bezeichnete man bis in die 60er Jahre hinein als „Hippies“.

Bis zu ihrem Ende in den 60er Jahre blieb die Hipster-Bewegung jedoch eine überschaubare auf Manhatten begrenzte Gruppe, deren Mitglieder sich in Galerien, Theatern, Cafés und Clubs trafen.

Harry „The Hipster“ Gibson

 Dizzy Gillespie – Vorbild für den Hipster-Ziegenbart

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