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Social Media: Facebook sperrt Gray Accounts

Wie das Technologie-Magazin t3n vorab exklusiv berichtete, plante das Soziale Netzwerk Facebook zum gestrigen Montag die endgültige Sperrung von Gray Accounts. Wie der Veröffentlichung des Facebook-Business-Managers zu entnehmen ist, wurde Gray Accounts, der unter dem Namen Gary Acconts in Iowa geboren wurde und in Pensylvania aufwuchs, heute tatsächlich des Portals verwiesen.

Gray Facebook-Account
Scherenschnitt nach der Silhouette von Gray Accounts

Der 59-jährige Geschäftsmann und Hobby-Angler hatte über Wochen wiederholt Bilder gepostet, auf denen er den neuen Facebook-AGB widersprach. Zuletzt sogar das Bild einer Erbsensuppe, in die er mit Buchstabennudeln die Worte „Mit mir nicht!“ gelegt hatte und das derart oft geteilt wurde, dass Facebook wie Social Media Experte Thomas Hutter in seinem Blog berichtete extra seinen Spam-Algorithmus für Erbsenbilder anpassen musste. Und das, obwohl Gray jahrelang ein Vorzeige-User war und seinerzeit sogar für die weiße Silhouette vor grauem Grund Modell saß, die heute standardmäßig jeden neu angelegten männlichen Account ziert. Ein Grund, weshalb in Facebook-Kreisen die neuen User ebenfalls „Gray Accounts“ heißen, ehe sie den grauen Scherenschnitt gegen ein echtes Foto eintauschen.

Mark Zuckerberg war heute für eine Stellungnahme persönlich nicht zu erreichen. Facebook-Business-Manager Steve Hankowiak, der zumindest Zuckerbergs blaugraues Lieblings-T-Shirt trug, machte mit seiner Veröffentlichung jedoch klar, dass der User Gray Accounts von nun an lebenslanges Hausverbot habe. „Ziemlich unfair,“ empfand Accounts das in einer ersten Stellungnahme. Er habe das Gefühl, dass ein Exempel an ihm statuiert werden solle. Das sehen auch viele Social Media Manager so, die nach eigenen Aussagen in den letzten Jahren oft und viel mit Gray Accounts gearbeitet haben. Die Facebook-Hashtag #savinggray und#ripgray wurden jedoch von Facebook wieder gelöscht.

Social Media Experten mutmaßen, ob dies der Auftakt zu größeren Löschaktionen sein könnte. Neben Gray Accounts sind – so berichten Seitenbetreiber einvernehmlich – in den letzten Tagen auffallend viele User verschwunden, die alle entweder schon lange inaktiv waren oder kürzlich noch das Foto der Erbsensuppe geteilt hatten. In seinen neuen AGB behält sich Facebook das Recht vor, Kinder und kleine Hunde zu schlagen, Atomwaffen zu entwickeln sowie über den Facebook-Messenger direkt vom Handy auf Nacktbilder der User zuzugreifen und diese online zu leaken und zu liken. Das Unternehmen, welches derzeit rund 200 Mrd. US-Dollar wert ist (entspricht etwa 30 Bitcoins oder 1 Mio. Schweizer Franken), baut somit seine Monopolstellung weiter aus.

Gray Accounts, mit dem alles anfing, plant nun, zukünftig etwas kürzer zu treten und sich ab sofort regelmäßig auf 140 Zeichen zu beschränken. Seinen ersten Tweet hat er sogar schon vorbereitet:
„Mit mir nicht! #agb #twitter hashtag!!!1!!einseinself“.

 

Fotocredits: @lassedesignen – Fotolia.com

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