Henne oder Ei? Ein Interview mit dem Liveshopping-Gründergeist

Was war zuerst da: Das Huhn oder das Ei? iBood.com oder Schutzgeld.de?

Die Frage nach dem deutschen Liveshoppingpionier sollte viel einfacher zu beantworten sein, als sie es momentan ist. Bisher war das unangefochten Schutzgeld mit der Selbstbetitelung „deutsches Live-Shopping-Original“. Wer wie Guut oder Preisbock später kam, hat selbstverständlich keine Handhabe, Schutzgeld diesen Pionierstatus streitig zu machen. Was aber mit dem einzigen Shop, der schon vor Schutzgeld da war? Wer aufmerksam Pressemitteilungen liest, dem dürfte nicht entgehen, dass der holländische Big Brother des Liveshoppings iBood, der unzweifelhaft europäischer Liveshopping-Pionier ist, zunehmend auch seine deutsche Vorreiterrolle betont. Zurecht? Wer ist denn jetzt eigentlich deutscher Liveshopping-Pionier? Derjenige, der seit 3 Jahren und anfangs als Erster und Einziger uns Deutschen ermöglicht hat, live zu shoppen? Oder aber derjenige, der das erst ein Jahr später möglich gemacht hat, dabei aber von Anfang an Deutsch sprach?

Startup-Humor sprach mit einem, der es wissen muss: mit dem Gründergeist des Liveshoppings:

Gründergeist: Wuuuuh wuuuh! Wooooooooooot! Wer hat mich gerufen?

Startup-Humor: Das waren wir. Sie heulen ja mit texanischem Akzent…

Gründergeist: Howdee, Insider! Das ist verdammt richtig! Ich bin aus Carolton, Texas.

Startup-Humor: Das haben wir irgendwie schon geahnt. Die Geschichte von Matt Rudledge, der die Idee hatte, jeden Tag ein Produkt zu verkaufen, weil sein Bruder ein tägliches Blog betrieb, haben wir schon gehört. Wir wären dann doch mehr an der deutschen Geschichte des Liveshoppings interessiert.

Gründergeist: Ach das… Das fing alles mit meinem Urlaub in Amsterdam an. Wollt ihr wirklich nicht die Geschichte mit Matt Rudledge hören?

Startup-Humor: Vielleicht ein anderes Mal.

Gründergeist: Na schön… Also in Amsterdam, da traf ich diese beiden Jungs von Silver Ocean, die den Gyrotwister vertrieben. Das ist so ein unnützes Ding, das mal tierisch „in“ war.

Startup-Humor: …Ein handliches Trainingsgerät für den Arbeitsplatz…

Gründergeist: Ja, das sage ich doch. Wo war ich stehen geblieben? Amsterdam. Die waren die ersten in Europa. Die haben auch damals schon nach Deutschland geliefert. Das war 2005.

Startup-Humor: iBood also… Dann hat der deutsche Liveshopping Pionier eine Anhängerkopplung für Wohnwagen?

Gründergeist: Gewissermaßen. Oder aber eine Anhängerkopplung für die europäische Liveshopping-Szene. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon? Die deutschen Shops haben sich ja wieder mehr am Urvater Woot orientiert.

Startup-Humor: iBood war aber damals noch englischsprachig, oder nicht?

Gründergeist: Das ist richtig. Der deutsche Pionier war ein englischsprachiger Holländer. Aber das war ja nur die erste Generation. Auch in der zweiten Generation gab es Pioniere. Die sprachen auch Deutsch.

Startup-Humor: Die Geschichte mit Schutzgeld.de und dem Paten?

Gründergeist: Da war ich in Geldnot. Können wir dieses Kapitel vielleicht überspringen?

Startup-Humor: Aber Schutzgeld.de war der erste deutschsprachige Shop in der Liveshopping-Szene!

Gründergeist: Wenn man das als deutsche Sprache bezeichnet, habt ihr recht. Ich traf den Paten damals in einer Pizzeria. Das war 2006.

Startup-Humor: Und wer ist jetzt der deutsche Pionier? Die Berliner Holländer oder die Düsseldorfer Italiener?

Gründergeist: Warum wollt ihr das denn wissen? Reicht es euch nicht, dass ich seither noch sehr vielen anderen Liveshopping-Gründern erschienen bin? Ist das etwa nicht guut?

Startup-Humor: Wir sind halt neugierig. Also streng genommen gibt es zwei deutsche Pioniere? iBood und Schutzgeld? Erste und zweite Generation? Beißt sich das nicht irgendwie?

Gründergeist: Hey, ich hab echt noch Termine…

Startup-Humor: Nur ganz kurz noch… iBood oder Schutzgeld?

Gründergeist: Ist Woot die Henne oder das Ei?

Vielen Dank für diese erleuchtende Séance!

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